FAQ

Hier finden Sie die Antworten auf das, was Sie immer schon mal wissen wollten, zum Beispiel zu Preisen, Lieferterminen und Arbeitsweise.

Was kostet das?

Wenn Sie eine Dienstleistung vergeben, ist diese Frage für Sie wichtig. Das verstehe ich sehr gut. Aber ebenso wichtig es, den Preis mit der gelieferten Qualität in Relation zu setzen. Denn was nützt Ihnen eine Übersetzung, bei der Sie die Fachterminologie nacharbeiten müssen? Oder wenn man dem Text noch ansieht, das er übersetzt wurde? Übersetzer, die nicht genau wissen, worum es in einem Text geht, können keine stilsicheren Texte abliefern. Das Ergebnis sind dann unpräzise Texte, die nicht wiedergeben, was Sie sagen wollten. Dabei muss erstklassige Qualität nicht teuer sein, wenn Fachwissen und Sprachkompetenz in einer Person gebündelt sind.

Wie kalkulieren Sie Ihre Preise?

Für den deutschsprachigen Raum ist bei Übersetzungen die Abrechnung nach Normzeilen üblich. Eine Normzeile hat 55 Anschläge. Am einfachsten können Sie den Umfang Ihres Textes errechnen, in dem Sie die Gesamtzeichenzahl (einschließlich Leerzeichen) in Word ermitteln und durch 55 teilen.

Bei größeren Aufträgen gebe ich auch gerne Festpreisangebote ab. Dann wissen Sie von Anfang an, was auf Sie zukommt.

Andere Textarbeiten wie redaktionelle Bearbeitung, Copywriting, Korrekturlesen u. ä. werden auf Stundenbasis abgerechnet. Allerdings gebe ich auch für diese Arbeiten gerne Festpreisangebote ab.

Voraussetzung für ein Festpreisangebot ist allerdings, dass mir der Text vorliegt. Fragen wie: »Was kosten drei DIN-A 4-Seiten, sind nicht voll beschrieben« kann ich nicht am Telefon beantworten. Denn jeder hat in anderes Verständnis von einer »vollen« Seite. Außerdem fließen Aspekte wie Layout, Format (ob Word, PowerPoint oder Excel) und Liefertermin in meine Kalkulation ein.

Wie schnell können Sie liefern?

Darauf gibt es keine allgemein gültige Antwort. Am liebsten kläre ich den Liefertermin im direkten Gespräch mit meinen Kunden. Da ich kein Übersetzungsbüro habe, sondern als Einzelübersetzerin arbeite, also alle Texte über meinen Schreibtisch und durch meinen Kopf gehen, ist der Liefertermin abhängig von meiner Auftragslage, die von der Jahreszeit und eventuell anstehenden Messen und Kongressen bestimmt wird, und natürlich auch von der Art des Auftrags.

Der Begriff »eilige Übersetzung« wird sehr unterschiedlich interpretiert. Das reicht von »innerhalb von zwei Stunden« bis zu »in einer Woche". Ich möchte Sie bitten, mir bereits bei der Angebotsanfrage den gewünschten Termin mitzuteilen bzw. die Zeitspanne, die Sie mir für die Übersetzung einräumen können. Das erleichtert meine Arbeitsplanung ungemein.

Wenn ich einen Liefertermin bestätige, dann können Sie sicher sein, dass er eingehalten wird. Im Gegenzug bitte ich aber auch um Ehrlichkeit und Vertrauen. Es ist mir mehr als einmal passiert, dass ich unter Hochdruck eine Übersetzung abgeliefert habe (ich schiebe gerne mal eine Nachtschicht ein, wenn es brennt), nur um das festzustellen, dass der Kunde den Text nach drei Tagen noch nicht einmal angeschaut hatte.

In welchem Format hätten Sie den Text denn gerne?

Am liebsten ist mir eine Textdatei, ohne Textboxen, Bilder usw. Die lässt sich am einfachsten bearbeiten. Excel-Tabellen und PowerPoint-Dateien sind etwas aufwändiger, aber auch kein Problem. Die Umwandlung von pdf-Dateien in eine elektronische zu bearbeitenden Datei ist zwar zeitraubend, aber mit den modernen technischen Hilfsmitteln, die ich habe, natürlich auch möglich.

Bei Webseitentexten bitte ich, wenn möglich, um Zusendung der ursprünglichen Textdateien. Bei der Übersetzung von html-Dateien stören die vielen mit gespeicherten Informationen, die nur für den Webdesigner wichtig sind, nicht für meine Übersetzung.

Arbeiten Sie mit Computerübersetzungen?

Ich halte nichts von so genannten Übersetzungsprogrammen, die einen Text ja nur Wort für Wort übersetzen können und Worte, die sie nicht kennen, einfach unübersetzt lassen. Eine sprachliche Bearbeitung von solchen »Computerübersetzungen« ist in der Regel zeitaufwändiger als eine Übersetzung durch einen Fachübersetzer.

Trotzdem bediene ich mich bei meinen Übersetzungen gewisser Hilfsmittel. Zum einen führe ich für jeden Kunden eine Terminologieliste, um sicherzustellen, dass die Fachbegriffe einheitlich übersetzt werden. Zum anderen arbeite ich mit einem so genannten Translation Memory Programm. Es gibt Computerprogramme, die sich jeden Satz merken können, den ich übersetze. Falls dann ein ähnlicher Satz später mal wieder auftaucht, schlägt das Programm mir diesen Satz vor, und ich kann entscheiden, inwieweit ich diesen übernehmen will. Das Programm übersetzt also nicht den Text alleine, sondern hilft mir nur, bereits vorher übersetzte Stellen wieder zu finden. Es dient als Qualitätskontrolle und garantiert Ihnen eine konsistente Terminologie.

Warum übernehmen Sie keine Übersetzungen aus anderen Fachbereichen?

Schuster bleib bei deinen Leisten - dieses alte Sprichwort ist für mich auch heute noch gültig. Im Bereich der Lebensmitteltechnologie bin ich sicher, das hab ich studiert, die Grundkenntnisse sind vorhanden. Ich kann mit Ihnen auf Augenhöhe über Ihre Texte reden. Sie müssen mir nicht erklären, wie HPLC oder PCR funktionieren. Ich muss Begriffe wie HACCP nicht im Internet recherchieren, sie brauchen mir Polyphenoloxidase nicht zu buchstabieren, und ich weiß, dass ein Dreieckstest aus der Sensorik kommt und nicht wie eine Fahrprüfung bestanden werden kann. Das alles erleichtert Ihnen Ihre Arbeit und sorgt für qualitativ hochwertige Übersetzungen.

Wie gehen Sie mit Ihren Kunden um?

Manche Kunden brauchen eine Übersetzung einmal im Jahr, andere regelmäßige Pressemitteilungen. Ich habe den Anspruch, mich individuell auf jeden Kunden einzustellen und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Für einige Kunden bin ich schon seit über 20 Jahren tätig. Ich nehme Ihre Unternehmensphilosophie ernst.

Bei mir können Sie sicher sein, dass alle Ihre Aufträge von mir bearbeitet werden. Ich gebe nur in Zeiten absoluter Arbeitsüberlastung und nur nach Rücksprache mit meinen Kunden Übersetzungen an andere Kolleginnen und Kollegen weiter. Aber selbst diese werden dann vor der Lieferung an Sie von mir auf Qualität geprüft.

Was ist mit der Vertraulichkeit?

Das ist eine berechtigte Frage, insbesondere, wenn es um hochsensible Firmenunterlagen geht. Ich sichere Ihnen höchste Vertraulichkeit zu, unterzeichne auch gerne eine Geheimhaltungserklärung, falls Sie es wünschen. Allerdings, wenn ich mit diesem Thema schlampig umgehen würde, wäre ich nicht nach über 30 Jahren immer noch im Geschäft. Denn die Lebensmittelwirtschaft in Deutschland hat eine relativ überschaubare Größe. Da könnte es schon passieren, dass ich für konkurrierende Unternehmen arbeite. Aber selbst die Frage, ob das der Fall ist, werde ich nicht beantworten.

Wie halten Sie sich fachlich auf dem Laufenden?

Zum einen natürlich durch das regelmäßige Lesen von englischen und deutschen Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Publikationen. Zum zweiten durch Besuche auf Messen. Dort schaue ich gerne auch bei meinen Kunden vorbei. Manche Produkte lassen sich leichter übersetzen, wenn man sie angefasst oder in Aktion gesehen hat. Zum dritten versuche ich, mindestens einmal im Jahr an einer Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen. In den vergangenen Jahren waren dies Seminare wie Webseitenkonzeption, professionelles Marketing, Einführung in Photoshop, Informationstexte verständlich formulieren, Einführung in Dreamweaver, kreatives Schreiben. Ebenso steht die regelmäßige Teilnahme an Übersetzertagungen und Übersetzertreffen auf meinem Terminkalender sowie der Besuch von Informationsveranstaltungen, die von der Lebensmittelindustrie angeboten werden.

Sind Sie Mitglied in Berufsverbänden?

Um den Kontakt mit anderen, in der Praxis stehenden Lebensmitteltechnologen zu pflegen, bin ich Mitglied in der Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen (GDL), war von 2000 bis 2006 dort auch im Beirat tätig. Ich bin ebenfalls Mitglied im Institute of Food Technologists (IFT), USA.

Meine Mitgliedschaften im Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. (ATICOM) und in der Gesellschaft für Technische Kommunikation e.V. (tekom) sorgen dafür, dass ich meine Weiterbildung im Bereich Übersetzung nicht vernachlässige.

Kritisieren Ihre Kunden eigentlich auch Ihre Arbeit?

Sehr selten, obwohl ich mich über konstruktive Kritik freuen würde, da sie mir hilft, meine Arbeit zu verbessern. Häufiger sind jedoch positive Kommentare. Diese sind natürlich viel erfreulicher, denn wer wird nicht gerne gelobt?

Wie arbeiten Übersetzer überhaupt?

Diese Frage wird uns weniger gestellt als uns lieb ist, denn wenn meine Kunden wissen, wie ich arbeite, kann die Zusammenarbeit erheblich optimiert werden. Aus diesem Grund haben meine Kollegin Christine Mielsch und ich in einem Zeitschriftenbeitrag beschrieben, wie Übersetzer arbeiten und wie Sie den Übersetzern die Arbeit erleichtern können. Der Artikel erschien in der Ausgabe 10/2009 der Fachzeitschrift Lebensmitteltechnik. Sie können ihn hier als pdf-Datei herunterladen (dazu brauchen Sie das Programm Acrobat Reader, das Sie hier kostenlos runterladen können).

 

Habe ich alle Ihre Fragen beantwortet? Falls nicht, melden Sie sich bitte. Ich gebe gerne weitere Auskünfte.