Der sechsundzwanzigste Buchstabe

Mein Nachname endet bekanntermaßen mit dem Buchstaben »z«. Dieser kleine Kerl macht dann Probleme, wenn ich meinen Namen auf Englisch buchstabieren möchte. Eigentlich könnte man ja davon ausgehen, dass die Buchstaben in Großbritannien ebenso heißen wie in den USA. Tun sie auch, bis auf … ja, genau, das »z«.

Die britischen Kinder lernen, dass das Alphabet mit »zed« endet, während alle Kinder, die jemals die Sesamstraße geguckt haben, am Ende ein »zee« singen. Wobei sich allerdings Lehrer in Großbritannien beschweren, dass sie ihren Kindern das Sesamstraßen-zee wieder abtrainieren müssen.

 Das »zed« ist die ältere der beiden Varianten, es lehnt sich an den griechischen Buchstaben »zeta« an und auch wir Deutsche sagen ja »zett«. Früher hatte das »z« noch viele andere Bezeichnungen: zad, zard, zed, zee, ezed, ezod, izod, izzard, uzzard. Jawohl, auch die Briten hatten das »zee«, aber nur in einigen Dialekten, und es wird vermutet, dass es mit den ersten Siedlern über den großen Teich reiste und sich dort einfach einbürgerte, zumal es sich prima auf viele andere Buchstaben reimt.

Es kommt auch der Leidenschaft der Amerikaner entgegen, sich bei der Abkürzung von Worten auf die Aussprache der einzelnen Buchstaben zu verlassen.

2EZ = too easy

EZPZ = easy peasy = very easy

EZ baking = easy baking

LA-Z-boy = Bezeichnung für einen Lehnstuhl

Doch egal, ob »zed« oder »zee« - das »z« in Sprinz steht weiterhin für Zuverlässigkeit und ez to work with.

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