Gute Vorsätze und gesunde Äpfel

Sind Sie auch mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet? Beispielsweise mit der festen Absicht, sich ab sofort gesünder zu ernähren, denn: »An apple a day keeps the doctor away«?

Dazu passt die Meldung, dass es einem kanadischen Unternehmen gelungen ist, Äpfeln das Braunwerden abzugewöhnen. Normale Äpfel werden braun, weil beim Anschneiden die im Apfel befindlichen Polyphenoloxidasen aktiv werden. Und schnell sehen die Früchte nicht mehr so appetitlich aus. 

Okanagan Specialty Fruits (http://www.okspecialtyfruits.com) ist ein Biotech-Unternehmen und beschreibt die Problemlösung folgendermaßen: »We marry the age-old art of fruit breeding with modern science tools. Specifically, we apply biotechnology to the world of horticulture.« Hört sich romantisch an, nicht wahr?

In klaren Worten der Wissenschaft ausgedrückt, hat das Unternehmen die bis zu acht Gene im Apfel, die für die Produktion von Polyphenoloxidasen verantwortlich sind, mit Hilfe von »apple gene sequences« ausgeschaltet (»gene silencing«). Das geht natürlich nicht über herkömmliche Zuchtverfahren, also kam die Gentechnik zum Einsatz, die hier als »biotechnology« bezeichnet wird. Das Unternehmen hat seinen Äpfeln den Namen »Arctic« gegeben, es gibt sie in den Sorten Golden Delicious und Granny Smith allerdings noch nicht im Handel. Die Zulassungsverfahren in Kanada und den USA laufen noch. Die Verbände der »apple growers« auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent sind jedoch nicht begeistert von diesen Äpfeln und befürchten, dass die Verbraucher mangels vorgeschriebener Kennzeichnung gleich alle Äpfel links liegen lassen. Ob sich darüber dann die Ärzte freuen werden?

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