Haben Wörter ein Verhältnis?

Das Verhältniswort, auch Präposition genannt, ist ein manchmal garstiger kleiner Geselle. Es treibt Verben in Richtungen, in die sie vielleicht überhaupt nicht gehen möchten. Nehmen wir mal an, das kleine Verb »to go« schlendere gemächlich durch die Landschaft, plötzlich springt ein »away« aus dem Gebüsch und zieht das Verb weg.   »to go away« - fortgehen.

Oder unser kleines Verb steht am Ufer eines Sees und schaut versonnen auf das Wasser. Da joggt ein »on« von hinten heran und treibt das Verb an.    »to go on« - weitermachen.

Ganz schlimm trifft es unser kleines Verb, wenn sich die Präposition »to« mit dem Hilfsverb »to be« zu einer Verlaufsform verbündet. Dann wird das kleine Verb unvermittelt in die Zukunft katapultiert.   »to be going to« - werden.

Präpositionen treiben aber nicht nur Verben zur Verzweiflung, sondern auch viele Menschen, die englisch sprechen möchten. Kennen Sie den Unterschied zwischen »made of« und »made from«? Hier ist eine Erklärung:

»Made of« bezieht sich auf die Stoffe, aus denen etwas besteht. Also: »Bread made of wheat flour, yeast, water and salt« enthält nur diese Zutaten und nichts anderes mehr.

»Made from« hingegen zeigt an, dass zwar ein bestimmter Rohstoff in einem Produkt verarbeitet wurde, aber dass es noch weitere Komponenten gibt. »Bread made from wheat flour« enthält außer Weizenmehl noch andere Zutaten.

Oder nehmen wir das kleine englische Wörtchen »in«, das uns auch schön auf’s Glatteis führen kann.

Werden Sie aufgefordert, ein Formular auszufüllen, heißt es »please fill in« (nicht etwa »fill out«).

Sehen Sie ein Haus auf einem Bild, dann ist das Haus »in the picture« (nicht etwa »on the picture«).

Geben Sie im Kampf mit den englischen Präpositionen nicht auf, »never give in!«. Denn bei »give up« hätten die Präpositionen gewonnen. Und das wollen Sie doch nicht - oder?

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