Redewendungen

Redewendungen sind ja ein heikles Thema, insbesondere in Marketingtexten, denn sie lassen sich nicht immer wörtlich so übertragen, dass das beabsichtigte Wortspiel auch in der anderen Sprache verstanden wird. Hier sind einige Beispiele:

Wenn bei uns zu viele Köche den Brei verderben, verderben sie im Englischen die Brühe: »too may cooks spoil the broth«. Geht bei uns etwas weg wie warme Semmeln, reißen es die englischen Käufer den Anbietern aus den Händen wie heißen Kuchen: »sells like hot cakes«.

Ein besonderes Lob für etwas, das praktisch, unverzichtbar oder revolutionär ist, bezeichnen wir gerne als beste Erfindung seit geschnitten Brot. Diese Redewendung dürfen Sie gerne wortwörtlich ins Englische übernehmen: »the best thing since sliced bread«. Bei halbgaren Sachen jedoch sollten Sie aufpassen, die sind »half baked« und nicht etwa »half cooked«.

Wenn man überall mitmischt, also seine Hand überall im Spiel hat, dann hat man im Englischen seine »finger in every pie«. Bleiben wir beim Kuchen: »The icing on the cake« oder »the cherry on top« macht eine bereits gute Sache noch besser. Ähnlich unserem Salz in der Suppe, einem Sahnehäubchen oder dem berühmte i-Tüpfelchen. Apropos Salz: »a grain of salt« ist etwas, das Sie mit Vorsicht genießen sollten.

Sollte jemand wissen, »which side the bread is buttered on«, dann weiß er auch, wo der Barthel den Most holt. »A piece of cake« ist nur ein Klacks für denjenigen, der die Sache durchführt, während derjenige, der kleine Brötchen backt, eher bekennt: »I eat humble pie«.

Beenden möchte ich diesen kleinen Exkurs in die Welt der Redewendungen mit »that’s the way the cookie crumbles«, das ist der Lauf der Welt – oder um meine dreijährige Enkeltochter zu zitieren: »because is so«.

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